Kupfertöpfe

Schon seit mehreren tausend Jahren, dient Kupfer dem Menschen zur Herstellung der verschiedensten Gegenstände. Dazu gehörten Waffen und Helme, Gegenstände religiöser Verehrung, Pfannen Töpfe und Geschirr.

Kupfergewinnung im Altertum

In reiner Form, so als Klumpen, kommt Kupfer sehr selten vor. Es musste im Tagebau gewonnen werden. Das war nicht einfach. Man hatte nur sehr primitive Werkzeuge. Zuerst mussten Erde und Steine weggeräumt werden. Wenn man das edelsteinartige, grüne Erz Malachit gefunden hatte, wurde es zermahlen und dann bei mehr als 1000°C geschmolzen. So trennte man das Kupfer von den übrigen Bestanteilen.

Kupfergewinnung heute

Moderne Fördertechniken und Schmelzanlagen sind den primitiven Werkzeugen gewichen. Einige offene, terrassenförmige Minen, erreichen eine Tiefe von mehr als 800 m. Riesige Löffelbagger können mehr als 12 m³ Erz, das herausgesprengt wurde, auf einmal aufnehmen. Bereitstehende Lastwagen befördern ca. 90 Tonnen Gestein pro Fuhre. Dann wird das Erz gewaschen, zermahlen und gesiebt. Kupfererz enthält in der Regel etwas weniger als 4% Kupfer. Um 10 kg Kupfer zu erhalten, benötigt man ungefähr 5 Tonnen Erz.

Eigenschaften des Kupfers

Weil Kupfer ein guter Elektrizitätsleiter ist, wird fast die Hälfte der Kupferproduktion in der Elektroindustrie verarbeitet. Wegen seiner sehr guten Wärmeleitfähigkeit, wird Kupfer gern zu Töpfen und Pfannen verarbeitet. Edelstahl und Aluminium erreichen diese Wärmeleitfähigkeit nicht. Gegenüber Edelstahl ist diese Leitfähigkeit 25-mal und gegenüber Aluminium immerhin noch 9-mal höher. Kupfer hat auch eine keimtötende, antibakterielle Wirkung.

Verwendung

Bei der Herstellung von Bier und Käse ist Kupfer kaum wegzudenken. Wegen seiner hervorragenden Wärmeleitfähigkeit gehören Kupfertöpfe in jede gute Küche. Weil die Temperatur schnell und gleichmäßig über den ganzen Topf verteilt wird, spart man dadurch nicht nur Energie. Komplizierte Saucen, oder auf den Punkt gegartes Fleisch, gelingen wegen der guten Temperaturverteilung immer. Will man Kupfertöpfe auf einen Induktionsherd benutzen, benötigt man eine Adapterplatte, weil Kupfer antimagnetisch ist. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass Kupfertöpfe auch sehr dekorativ und eine Augenweide sind.

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